Geduld? Nicht ich!
Ok, ich gebe es hier einmal ganz ehrlich und offen zu. Geduld war noch nie einer meiner großen Stärken.
Und nachdem ich mich in den letzten vier Tagen dann auch durch das elende Punktezählen gequält habe, gebe ich zu, ich habe keinen Bock mehr darauf. Ich meine, es ist ja schön, dass man wirklich genau im Bilde darüber ist, was man isst, und auch mitbekommt, was ein Lebensmittel dann doch alles so für Nährwerte zu bieten hat. Schön und gut. Aber dieses ständige aufschreiben und mitdenken und zählen ist nichts für mich.
Es fängt ja schon damit an, dass ich zu Hause in der Küche stehe und mir ein Brot machen möchte. Nun bietet der Kühlschrank ja auch eine kleine Vielfalt an. Da fängt es dann schon an. Wie viel Wurst esse ich? Wie viel Butter? Wie viel Marmelade? Wie viel Käse? Welchen Käse? Mit oder ohne?
Wenn ich noch etwas selbst koche, ist es ja schön und gut, dann weiß ich auch, was sich da so in meinem Essen befindet. Aber all die kleinen Dinge die da drin sind, soll ich dann doch zusammen zählen und aufschreiben. Was bitte schön ist denn das für eine Arbeit? Nehmen die Menschen, die Weight Watchers machen, einfach nur deswegen ab, weil sie den ganzen Tag über damit beschäftigt sind, die Punkte zu zählen und ihr essen auseinander zu nehmen und daher einfach gar nicht mehr die Zeit dafür haben, etwas anständiges zu essen?
Selbst wenn es damit schon anfängt, ich geh mal auswärts essen. Oder für die meisten Deutschen steht mittags dann ja auch der Gang in die Kantine an! Gut, wenn ich ganz artig wäre, könnte ich mir einfach jedes Mal einen Salat bestellen. Aber bitte, das kann doch wirklich nicht das Ende vom Lied sein oder? Verspricht mir nicht die Werbung, dass ich trotzdem essen darf, was ich will, dass ich auf nichts verzichten muss? Also… Und wie soll ich dann, um meinen Punkteplan ordentlich zu pflegen, eigentlich raus bekommen, was da so in meinem Essen ist? Soll ich den Chefkoch persönlich an meinen Tisch bitten, damit wir die Liste mal im Einzelnen durchgehen können? Das schafft sicher eine Menge neue Freunde. Und selbst wenn man es dann mal Pi mal Daumen aufnimmt, ist das doch auch Beschiss.
Worauf ich dann im Endeffekt doch hinaus will, irgendwie ist dieses ganze Punkte sammeln einfach nicht mein Ding. Darauf achten und sich damit auseinander setzen, was man isst, schön und gut. Aber dieses puzzelige Auseinanderklabüstern von jeder Mahlzeit. Da werd ich irre bei!
