Archiv für Kategorie Belletristik

Date: August 9th, 2011
Cate: Belletristik, Bücher

Das wird diese Woche gelesen (32 / 2011)


Nachdem ich in der Schule im Englischunterricht schon das Vergnügen hatte, in den großartigen Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald reinzulesen und natürlich auch schon einige Mal die Verfilmung mit Robert Redford gesehen habe, liegt dieses Werk mal wieder auf meinem Nachttisch.
Dieses Mal wurde ich durch meinen Buchclub auf die Idee gebracht, dieses Buch wieder mal zu lesen. Wir haben uns in letzter Zeit mit den großen Klassikern der Weltliteratur auseinander gesetzt. Da demnächst in Hamburg auch das Theaterstück aufgeführt wird, haben wir uns für den Gatsby entschieden.
Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie mir das Buch in der Schule gefallen hat, aber ich freue mich schon darauf, es jetzt noch einmal zu lesen.

Date: March 10th, 2010
Cate: Belletristik, Zum Shoppen

Alice im Wunderland – Lewis Carroll

Aus aktuellem Anlass habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, endlich einmal Lewis Carrolls Bestseller Alice im Wunderland zu lesen.

Und um es gleich einmal vorweg zu nehmen, ich fand das Buch einfach wunderbar. Alice, das Wunderland, der weiße Hase, der verrückte Hutmacher, die grinsende Katze, die Herzkönigin. Alle Charaktere sind wirklich liebevoll und verrückt gezeichnet.

Alice im Wunderland beschreibt die Abenteuer, die Alice erlebt, als sie eines schönen Tages einem weißen Kaninchen hinterherläuft und dabei in ein Loch fällt. Zusammen mit Alice finden wir schnell heraus, dass es sich hierbei nicht um ein normales Loch handelt. Denn Alice findet sich in einer anderen Welt wieder, in der sie sprechenden Tieren und Spielkarten gegenübertritt. Mehr kann und möchte ich hier auch gar nicht verraten, denn ihr Abenteuer muss man einfach mit eigenen Augen, Gedanken und Phantasie gelesen haben.

Sehr gefallen hat mir die arrogante und besserwisserische Art von Alice gefallen und die verrückte Art zu denken in dieser Welt. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie Carroll auf die ganzen Ideen gekommen ist. Da ist der Gedanke, dass Carroll während Erstellung des Werkes unter Bewusstseinsverändernden Mittel gestanden haben soll, gar nicht so weit hergeholt.

Etwas erstaunt, war ich über das Ende. Gerade als es nochmal richtig spannend wurde, endete Alice’ Abenteuer. Aber wie heißt es so schön, wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören!

Date: September 18th, 2009
Cate: Belletristik

Ein Engel fällt aus allen Wolken – Andre Salu

Es muss nicht immer die große Schmonzette oder das deprimierende Leben eines Aussenseiters sein. Es kann auch einfach mal eine kleine, nette Geschichte für zwischendurch sein. Wie “Ein Engel fällt aus allen Wolken” von Andre Salu.

Amander, seines Zeichens aus dem Himmel verbannter Engel und Freund ‘einer Anderen’ (Siraxis, ebenfalls verbannt, allerdings aus der Hölle), ist von seinem Leben auf Erden nicht allzu begeistert. Er möchte wieder zurück in den Himmel. Und laut Gabriel gelingt ihm das nur, wenn er herausfindet, was Siraxis im Schilde führt und einen bösen Menschen zum Guten bekehrt. Kein Problem, denkt sich Amander und macht sich auf den Weg.

Dass er sich da allerdings getäuscht hat, wird schnell klar. Denn ohne seine “göttlichen” Fähigkeiten ist Amander hier auf Erden schnell aufgeschmissen.

Neben Amander gibt es da aber auch noch Mathilde und Fabian. Mathilde ist eine sehr talentierte, junge Artistin, die im Zirkus ihres Vaters arbeitet, der kurz vor dem Bankrott steht. Und Fabian ist ein träumerischer, reicher Erbe, der sich nicht so wirklich in die für ihn vorgesehene Zukunft zwängen lassen will. Die beiden scheinen nichts miteinander gemein zu haben. Bis die beiden eine Werbung für Hundefutter sehen.

In ‘Ein Engel fällt aus allen Wolken’ hagelt es nur so von Verwechslungen, göttlichen Eingebungen und Zufällen, wie sie zufälliger gar nicht sein können. Das macht natürlich Spaß und Lust weiter zu lesen.

Eine nette kleine Geschichte rund um die Liebe, das Leben und die Träume. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen.

PS: “Ein Engel fällt aus allen Wolken” ist der Nachfolger “Ein Engel für zwei: Eine himmlische Liebesgeschichte”, auch von Andre Salu.

Date: September 7th, 2009
Cate: Belletristik

Veronica beschliesst zu sterben – Paulo Cuelho

Veronica hat für sich entschieden, dass sie nicht weiter leben möchte. Sie sieht für seine keine Zukunft in dieser Welt. Und damit kann und will sie nicht weiter leben.

Also beschliesst sie zu sterben.

Sie nimmt einige Schlaftabletten und verabschiedet sich von dieser Welt. Der Selbstmordversuch geht allerdings daneben und Veronica wird in eine Anstalt für Psychisch Kranke eingeliefert.

Hier wird ihr erklärt, dass durch ihren Selbstmordversuch ihr Körper vor allem ihr Herz schwere Schäden abbekommen hätte und sie in den nächsten Tage dennoch versterben würde.

Veronica kann die nächsten Tage kaum abwarten, da sich an ihrer Entscheidung nichts geändert hat. Sie will immer noch sterben.

So verlebt Veronica die nächsten Tage in dieser Klinik, immer in dem Bewusstsein, dass sie in den nächsten Tagen sterben wird. Sie trifft neue Freunde, die ihr in der kurzen Zeit sehr ans Herz wachsen, unter anderem Eduard, ein weiterer Einwohner. Sie verlieben sich ineinander und planen, auszubrechen. In dieser Zeit entsteht in Veronica neuer Lebensmut. Sie will nicht mehr sterben. Sie will leben…

Cuelho soll in diesem Buch viel persönliches mit integriert haben. Auch seine Eltern wollten ihm einen Weg in seinem Leben vorschreiben, den er aber nicht gehen wollte. Sein Schicksal erinnert ein wenig an das von Eduard. Aber wie wir sehen, ist ja auch Paulo Cuelho ein sehr erfolgreicher Autor geworden.

Das Buch ist schön geschrieben und liest sich auch genauso. Man kann sich gut in Veronica hineinversetzen und ist gespannt, wie sie ihren Weg geht. Auch was sie in der Klinik erlebt. Wenn man mit dem Buch durch ist, möchte man für sich und für Veronica einfach nur noch, dass wir und sie weiter leben.

Für Menschen, die mal wieder ein wenig Sinn im Leben suchen oder einen Anstoß brauchen, um ihren Träumen nachzugehen. Für alle anderen ist es natürlich auch ein wundervolles Buch! ;o)

Date: August 28th, 2009
Cate: Belletristik

Der Hummerkrieg – Elizabeth Gilbert

Wenn ich ein Buch lese, gehe ich mit einer gewissen Erwartung an ein Buch heran. Aufgebaut wird diese Erwartung unter anderem durch den Klappentext, der in diesem Fall eine Liebesgeschichte zweier Kinder von verfeindeten Inseln verspricht, eine neumodische Romeo-und-Julia-Love-Story!

Doch im Grunde erzählt Elizabeth Gilbert hier die Geschichte von Ruth Thomas und einer kleinen Insel, Fort Niles, vor Maine. Das Leben auf der Insel wird bestimmt vom Hummerfang. In diesem Umfeld wächst die kleine Ruth auf, die schon damals ein wenig pfiffiger ist, als der Rest der Inselbewohner. Als Ruth 10 ist, kommt ihre Mutter von einem Urlaub auf dem Festland nicht zurück und von nun an, lebt sie alleine mit ihrem Vater.

Ihre Nachbarin, Mrs. Pommeroy, wird zu ihrer Ersatzmutter und besten Freundin. Ein paar Jahre später wird Ruth auf eine private High School auf dem Festland geschickt und kommt nur noch zu den Ferien zurück auf die Insel. Während dieser Zeit entfremdet sie sich von den Mitbewohnern immer mehr. Was ihr schmerzlich bewusst wird, als sie im Alter von 18 Jahren nach ihrem Abschluß wieder zurück kommt.

Sie verbringt ihre Tage damit aufs Meer zu schauen und zu überlegen, was sie mit ihrem Leben jetzt anfangen soll. Bleibt sie auf Fort Niles oder besucht sie doch lieber ein College. Bis sie dann eines Tages Owney begegnet und sich in ihn verliebt. (Besagte Liebesgeschichte, die, wie ich finde, fast nur nebenbei erwähnt wird und erst in den letzten Seiten zum Leben erweckt wird.) Durch seine Liebe zum Hummerfang wird Ruth dann auch bewusst, wie ihre Zukunft aussieht. Sie wird Fort Niles und den Bewohnern dabei helfen, zu überleben.

Während wir hier viel über Ruth erfahren, teilt Gilbert uns auch viel über Ruths Hintergründe mit. Uns wird die Geschichte ihrer verwaisten Großmutter erzählt, die von einer reichen Familie adoptiert und als Hausdiener angestellt wurde. Ein Schicksal das Ruths Mutter ebenfalls teilte. Bis sie Ruths Vater heiratete. Doch bis heute hat sich der Einfluß auf Ruths Mutter, wie auch auf Ruth selbst, nicht gelegt.

Eingebettet ist die Geschichte um Ruth und ihre Familie in die Geschichte zweier kleiner Inseln, Fort Niles und Courne Haven, die aufgrund des reichen Hummervorkommens immer wieder in Kriege verwickelt wurden.

“Der Hummerkrieg” ist ein schönes, wie auch einfaches Buch, genauso wie die Geschichte, die es beschreibt. Hat man sich erst einmal durch die historischen Anfänge der Inseln gekämpft, beginnt dann auch endlich die Geschichte selber.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich ein wenig zwiegespalten. Meinen Erwartungen wurde das Buch nicht gerecht. Trotzdem hat es mir doch ganz gut gefallen. Die einfach Art wie Gilbert ihre Story erzählt, fand ich ziemlich schön. Aber an ‘Eat, Pray, Love’ kommt es lange nicht heran. ‘Hummerkrieg’ war ihr Erstling. Und dafür finde ich, ist es gut gelungen. Ich würde mich über so einen Erstling freuen, der zwar nicht total einschlägt, aber trotzdem eine schöne Geschichte erzählt, die es sicher wert ist, gelesen zu werden.

Date: August 20th, 2009
Cate: Belletristik, In the movies

‘Ich habe sie Geliebt’

Gestern habe ich mir endlich ‘Ich habe sie geliebt’ mit Daniel Auteuil (Pierre), Marie-Josée Croze (Mathilde) und Florence Loiret (Chloe) im Kino angeschaut. Und ich bin von dem Film begeistert.

Es ist ein wunderschöner Liebesfilm, der alle Chancen hat, neben den großen Filmen dieser Welt zu stehen.

Chloe, die gerade von ihrem Ehemann für eine andere Frau verlassen würde, fährt, total enttäuscht, bitter, tief-traurig, mit ihrem Schwiegervater, Pierre, über das Wochenende in ein Landhaus. Dort schleicht sie durch die Räume wie ein Geist, am Ende ihrer Kräfte, am Ende ihres bisherigen Lebens, nicht wissend, was nun werden soll.

Pierre nimmt sich ihrer an und beginnt von seiner großen Liebe zu erzählen, die er aufgrund von Mutlosigkeit wieder hat ziehen lassen und bei seiner Familie geblieben ist.

Pierre trifft auf einer seiner Geschäftsreisen auf Mathilde, die beiden verlieben sich ineinander und es beginnt eine große, leidenschaftliche Affäre. Beide beginnen zu lieben und zu leben wie sie es vorher nicht für möglich gehalten haben. Die Welt um sie herum existiert nicht mehr.

Bis es zu einem Ende kommt, das vorhersehbar war. Mathilde stellt Pierre letzlich vor eine Entscheidung. Und auch wenn Pierre nichts lieber würde, als ein Leben mit Mathilde zu verbringen, kehrt er zu seiner Frau zurück.

Die beiden liebenden Pierre und Mathilde werden hier wunderbar menschlich und verletzlich gezeigt. Die Romanvorlage von Anna Gavalda ‘Je l’amais’ wurde sehr kunstvoll umgesetzt. So erzählt Pierre seinem einzigen Publikum, Chloe, seine Liebesgeschichte. Und genauso gebannt wie Chloe ihm zuhört, sitzt auch der Zuschauer in seinem Sessel und ist gefangen in Pierres Worten.

Der Film lebt mit seiner Geschichte. War er anfangs trist und grau, so lebt er mit der Liebe der Protagonisten auf. Die Farben und das Leben von HongKong geben dazu den nötigen Rest.

Auch sind die Vermischung der Erinnerung von Pierres Erzählung und der Geschichte an sich einfach wunderbar. Die Übergänge sind meisterhaft gelungen. So sitzt Chloe zum Beispiel auf ihrer Couch in einem Hotel in HongKong oder die Worte von Pierre im Landhaus werden direkt in die nächste Szene eingespielt, während er erzählt.

Alles in allem hat der Film mir sehr gut gefallen. Für einen Sommerabend, an dem man lieber am Wasser mit einem Glas Wein sitzen möchte statt in einem muffigen Kino, ist es schon ziemlich schwere Kost. Aber davon abgesehen, ist der Film unbedingt sehenswert.

Date: August 13th, 2009
Cate: Belletristik

Unser allerbestes Jahr – David Gilmour

Ein Vater wird vor vollendete Tatsachen gestellt, als sein Sohn Jesse ihm eines Tages eröffnet, dass er die Schule schmeissen will. Aber statt auszurasten und durchzudrehen, versucht der Vater es mit Verständnis und Toleranz. Er schlägt Jesse einen Deal vor: Jede Woche gibt es drei Filme, die der Vater aussucht und Jesse bis zum Ende mit anschauen muss. So will er ihm Sachen beibringen, die ihm wichtig sind und er hofft so, dass Jesse auch noch etwas für das Leben mit nimmt und es sich mit der Schule noch einmal anders überlegt.

Während dieser Zeit, in der sie sich die Filme anschauen, kommen sich die beiden näher und es entwickelt so etwas wie eine Freundschaft. Jesse hat mit den Problemen von Teenagern zu kämpfen, der ersten Liebe. Und David mit dem älter werden und die Probleme, die damit einhergehen. Wir erfahren aber auch einiges über Filme.

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. David Gilmour hat mit seinem Sohn genau dieses Jahr erlebt und schreibt hier seine Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse dazu auf. Es ist sehr ergreifend geworden und dringt tief in die Gedanken von David ein. Ich finde es sehr mutig, so offen über das Jahr zu schreiben.

Ich persönlich habe von dem Buch aber etwas anderes erwartet, ein wenig mehr über Filme und co. Das Buch konzentriert sich dann doch mehr auf die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Aber trotz alledem ist das Buch auf alle Fälle eine Lesung wert!

Date: August 13th, 2009
Cate: Belletristik, Persönliches

Mal so nebenbei und unter uns: Der Hummerkrieg – Elizabeth Gilbert

Ich lese gerade ‘Der Hummerkrieg’ von Elizabeth Gilbert. Und ich muss gestehen, das Buch gefällt mir wirklich sehr gut. Es handelt von einer Liebesgeschichte, die ein wenig an “Romeo und Julia” erinnern mag. Es geht um zwei verfeindete kleine Inseln und die Liebe zweier Menschen von je einer dieser Inseln. Gilberts Erzähl-Stil ist einfach großartig. Er passt wahrlich zu den Charakteren, die in diesem Buch zum Leben erweckt werden.

Eine Passage, die ich persönlich sehr niedlich fand, war, als Ruth sich mit Senator Addams über Schiffbrüche und mögliche Delirien unterhält.

Und dann meint der Senator so ganz trocken, “Es kann auch passieren, dass es ein Gruppen Delirium gibt. Sitzen zwei Männer in einem Rettungsboot. Sagt der eine ‘Ich geh’ jetzt in die Kneipe!’, steht auf, springt über Bord und ertrinkt. Sagt darauf der Zweite ‘Ed warte, ich komme mit in die Kneipe!’, steht auch auf, geht auch über Bord, ertrinkt auch.”

Irgendwie fand ich die Passage heute morgen wirklich zum Schreien. Auch wenn das im Grunde etwas ganz, ganz trauriges ist.

Das wollte ich einfach mit euch teilen! :)