ich bin gerade aus der s-bahn gestiegen. ich war eben noch schnell beim friseur und bin jetzt auf dem weg nach hause.
im ohr habe ich “je t’le dit quand meme” von patrick bruel. die sonne ist gerade dabei unterzugehen. der blaue himmel wird von kleinen schäfchenwölkchen auf trab gehalten. die lust ist mild und die ersten blätter fangen an, von den bäumen zu fallen.
gerade als ich nach der ampel in den weg zum park abbiege, stolpere ich über eine frische kastanie. sie war gerade vom baum gefallen und musste noch geschält werden. die haut war noch feucht und klebrig.
beim einbiegen in den park strömt mir ein wunderbarer duft von gestrüpp in die nase. ich bin zu hause. die hunde werden gassi geführt, die tischtennisplatte wird mal wieder beansprucht und einige einsame läufer streifen meinen weg.
ich gleite durch den park, die kastanie in der hand, je t’le dit quand meme, je t’aime im ohr. selten habe ich mich in den letzten tagen so frei und leicht gefühlt. alles ist im perfekten einklang, wie es sein soll.
alles scheint in diesem moment perfekt zu sein. die musik, die luft, der park, alles… es ist der perfekte abschluss für diesen tag.
hier zeigt sich mal wieder, dass man den tag nicht vor dem abend loben soll. denn so beschissen er auch angefangen hat, so ein schönes ende nimmt er dann auch.